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Gilching

Bolivianer stellen außergewöhnliches Straßenkinderprojekt vor

Sie engagieren sich für die „Sterne auf den Straßen Boliviens“, für Kinder und Jugendliche in den Straßen von Cochabamba, der viertgrößten Stadt im südamerikanischen Andenstaat. Gezeichnet durch extreme Armut, vom Leben auf der Straße, von Drogenabhängigkeit, Missbrauch und häuslicher Gewalt werden sie von mehreren Pädagogen und Sozialarbeiter der 2005 gegründeten „Fundación“ (span. für Stiftung) betreut. Mit dem Ziel, ihnen ein neues Selbstverständnis und Selbstbewusstsein zu vermitteln, versuchen die Mitarbeiter in vier zielgruppenorientierten Projekten für diese Menschen tagtäglich da zu sein.

Der Verein „Sterne auf den Straßen Boliviens e. V.“ engagiert sich hier in Deutschland mit unterschiedlichsten Aktionen und Sponsoren die finanzielle Grundlage dafür sicherzustellen. Um den Kindern und Jugendlichen vor Ort in der bewährten Art auch weiterhin helfen zu können, touren derzeit fünf junge Männer aus Bolivien, darunter auch der Leiter der Fundación Viktor Arellano, durch die Schweiz und Deutschland, um beim Besuch von Freunden und Bekannten gemeinsam Aufklärungsarbeit in Schulen und Gemeinden zu leisten und in Benefizabenden für ihre Sache zu werben.

Am vergangenen Donnerstag, 2. Oktober waren sie deshalb auf Initiative der Spanisch­lehrerin Doris Jakob-Fuchshuber zu Gast im Gilchinger Gymnasium und stellten dort ihr Projekt und Leben mit den Kindern und Jugendlichen den etwa 150 Spanisch-Schülerinnen und -Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufe mit einem kleinen Film und persönlichen Berichten vor.

Eifrig wurden Fragen zur Situation in Cochabamba und die Arbeit der Fundación gestellt und auch die traditionelle Musik fand großen Anklang.

Am Ende überreichten einige Schülerinnen zum Dank für den Besuch aus Südamerika den Erlös von einem Kuchenverkauf in der Pause und beteiligten sich in der Percussion bei den letzten Gesangseinlagen.

Am Abend war dann im Pfarrsaal von St. Sebastian zu einem Benefizabend für die Fundación eingeladen. Auch hier präsentierte die junge Truppe ihre Arbeit und diskutierte mit den interessierten Gästen ausführlich über die schwierige Situation vor Ort und ihre möglichen Lösungsansätze.

Als besonderes Gastgeschenk überreichte Maria Nömayr vom Eine-Welt-Basar in Gilching im Namen ihrer vielen Mitarbeiter einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro für die Arbeit der Fundación. Mit dieser und weiterer Spenden aus dem Publikum wurde auch die Wertschätzung für ihre Arbeit in Cochabamba zum Ausdruck gebracht.

Informationen über das Straßenkinderprojekt (www.estrellasenlacalle.com) sowie den deutschen Unterstützungsverein (www.estrellasenlacalle.de) finden Interessierte im Internet oder auch persönlich bei Eduard Fuchshuber (mail@fuchshuber.de).

Fundación „Estrellas en la calle“ | Bei uns veröffentlicht am 07.10.2014


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